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Die PV-Anlage erzeugt Strom und Bürokratie. So kriegst du beides organisiert.

von | 07.09.2019

Das hatte ich unterschätzt: Eine PV-Anlage muss nicht nur finanziert und gebaut werden. Der Papierkram drumrum ist enorm. 

Auf diesen Tag hab’ ich mich total gefreut. Und darauf hingearbeitet. Am 24. Juli 2019 war es soweit. Ein sonniger Mittwoch, an dem unsere neue PV-Anlage zum ersten mal in Betrieb ging. Damit haben auch wir Sonnenstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Die technischen Fakten: 31 Module mit 9,92 kWp am Hauskraftwerk mit 13 kWh Speicher und Notstromfunktion von E3/DC.

    Unterwegs fing’s an zu Kribbeln

    Mal wieder war ich mit der Bahn unterwegs. Es war kurz vor den Osterferien 2019. Ich wartete gerade am Bahnhof auf den Zug. Da kam Markus auf mich zu. Ein Arbeitskollege von früher. Nach vielen Monaten sahen wir uns wieder mal. Schnell kamen wir afu die Neuigkeiten zu sprechen: Markus plant eine Photovoltaikanlage. Auf sein Haus. Schon bald und mit einem Speicher für den Strom.

    Das Thema hat mich gleich angefixt. Hatte ich mich doch schon vor Jahren damit beschäftigt. Und dann beiseite gelegt. Weil wir uns damals das Dach nicht mit Solarmodulen zupflastern wollten. Und wahrscheinlich auch, weil wir dafür kein Geld hatten.

    Doch jetzt war es anders. Vielleicht, weil ich mich an den Anblick auf den Dächern gewöhnt habe. In jedem Fall auch, weil mich das Thema Strom speichern interessiert. Das war vor ein paar Jahren noch keine Option für den privaten Haushalt. Jetzt schon.

    Nach 20 Minuten spürte ich das Kribbeln. Als Markus aussteigen musste aus dem Zug. Noch schnell hatte ich mir  ein paar Informationen von ihm geben lassen. Zu Solateuren und Internetseiten für PV-Anlagen.

    Von der Idee zum Projekt

    Fast hatte ich das Gespräch mit Markus wieder vergessen. Als ich nach ein paar Tagen das Thema plötzlich wieder im Kopf hatte. Das passte genau. Denn ich saß gerade mit meiner Frau auf der Terrasse. Es war ein angenehm warmer Frühlingsabend.

    Ich erzählte ihr von Markus, den ich wieder mal getroffen hatte. Davon, dass er eine PV-Anlage bauen will. Und davon, dass ich das Thema spannend finde:

    • Die “eh-da” Energie der Sonne nutzen.
    • Unabhängig(er) werden von den Energieversorgern und der Strompreisentwicklung.
    • Selbst die Energiewende voranbringen.
    • Überschüssig produzierten Strom für später speichern.
    • Eine Investition für’s Alter tätigen.

    Kerstin merkte sofort, dass ich mich eigentlich schon entschieden hatte. Es war bereits mehr als eine Idee. Das Thema auf dem Weg zum nächsten Projekt. Und ich hatte ihre Unterstützung.

    Ganz schön viel Input

    Das Projekt “PV-Anlage” ging ich an, wie ich jedes Projekt angehe. Und ich nutzte gleich Evernote. Als digitale Ablage für Informationen, die ich unterwegs einsammelte. Für Dokumente, die ich bekam oder selbst erstellte.

    Interessiert dich, warum ich meine Ablage mit Evernote organisiere? Dann schau’ dir unbedingt meinen Beitrag “7 Gründe warum du ein digitales Archiv aufbauen solltest” an.

    Wie sinnvoll dieses Vorgehen war, kann ich jetzt – fast ein halbes Jahr später – so richtig erkennen. Weil es eben nicht getan war, mit dem Auftrag ein einen Solarteur. Da hängt viel mehr dran.

    • Die Dimensionierung der Anlage
      Da gibt es viele Meinungen dazu. Und auch etliche Themen, die sich auf die Förderung auswirken.
    • Das Stromspeicher-Thema
      Batterien gibt es schon lang auf dem Markt. Doch Speicherfähigkeit und Preise für Stromspeicher sind stark in Bewegung (viel mehr als bei den Solarmodulen).
    • Die Anlage muss ans Netz
      Das klappt über den vorhandenen Hausanschluss. Doch es braucht einen neuen Zähler (der neben dem Strombezug aus dem Netz auch den gelieferten Strom misst, einen Zweirichtungszähler). Und du musst als Erzeuger registriert sein.
    • Die kaufmännische Sache
      Das Erzeugen von Strom ist eine unternehmerische Tätigkeit. Dafür braucht es ein Gewerbe.
    • Der Anlagenbetrieb
      Schäden durch und an der PV-Anlage lassen sich (zum Teil) versichern. Und die ganze Anlage braucht Wartung.

    Doch langsam. Der Reihe nach.

    TIPP: Bring’ alle Informationen zum Projekt “PV-Anlage” an einem Ort zusammen. Nutze dafür eine digitale Ablage.

    Blick ins Evernote-Archiv

    Blick ins Evernote-Archiv: Dokumente zum Projekt “PV-Anlage”

    Eins nach dem andern und vieles parallel

    OK. Ein Projekt also. Strukturiert aufgebaut – weil das meine Art ist. Effizent gemanagt – damit es neben den anderen (beruflichen und privaten) Projekten machbar ist. Agil geführt – um reagieren zu können, wenn unterwegs Neues um die Ecke kommt.

    Doch was will ich eigentlich? Ein paar Eckdaten der neuen PV-Anlage waren mir schnell klar. Auf diese MUSS-Kriterien hab’ ich mich nach ersten Recherchen festgelegt:

    • Auf das Dach sollen so viele Solarmodule wie möglich.
      Wenn schon auf dem Dach gebaut wird, dann soll die zur Verfügung stehende Fläche bestmöglich genutzt werden.
    • Der Eigenstromanteil soll maximal sein.
      Weil ich für verkauften Strom nur noch ca. 1/3 dessen bezahlt bekomme, was mich gekaufter Strom kostet.

    Damit hab’ ich mich auf die Suche gemacht. Vor allem im Internet. Und alles, was mir dabei in den Finger kam, hab’ ich erst mal gespeichert. Um später darauf zurückgreifen zu können. Für Vergleiche. Und zur Dokumentation.

    TIPP: Webseiten und Dokumente lassen sich aus dem Internet direkt ins digitale Archiv speichern. Mit dem Webclipper von Evernote. Hier eine kurze Einführung.

    Struktur hilft … und ist ganz einfach

    Jedes Projekt hat einen Namen. So handhabe ich es seit Jahren. Im beruflichen Kontext und auch privat. Damit ich und andere wissen, wovon ich rede. Und weil es damit einfach wird, Struktur in die vielen Themen zu bringen.

    Der Projektname soll einprägsam und nicht allzu lang sein. Manchmal nehme ich kryptische Namen, die nur den Eingeweihten was sagen. So wie “quin19” zum Beispiel. Manche Projektnamen sind auch ganz logisch. So wie hier. “PV-Anlage”.

    Wichtig ist, dass der Projektname bei mir einmalig ist. Um das Projekt eindeutig zu identifizieren.

    Den Projektnamen verwende ich in der Korrespondenz (im E-Mail-Betreff), in meinem Tool zum Aufgabentracking (ToDoIst) und als Schlagwort in Evernote. So weiß ich direkt worum’s geht. Gerade wenn es viele Projekte sind, die du parallel begleitest, vereinfacht das die Zuordnung.

    Neben dem Projekt-SchlagwortPV-Anlage” nutze ich in Evernote noch weitere Schlagwörter, z. B.:

    • Angebot
    • Bedienungsanleitung
    • Bestellung
    • Garantie
    • Korrespondenz
    • Rechnung
    • Steuer
    • Urkunde

    Damit wird es echt einfach, das Evernote-Archiv zu füllen und darin zu suchen.

    Beispiel: Will ich alle Angebote, die ich für das Projekt erhalten habe, suche ich nach den Schlagworten “PV-Anlage” und “Angebot”. Brauch ich ein bestimmtes Angebot, ergänze ich im Suchfeld den Namen der gesuchten Firma.

    Ergebnis der Evernote-Suche

    Ergebnis der Evernote-Suche nach den Schlagworten “PV-Anlage” und “Bedienungsanleitung”

    Über Portale und Glaubenssätze

    Nachdem MUSS-Kriterien und Vorgehen für mich klar waren, konnte ich loslegen. Abtauchen in die Informationsfluten des Internet.

    Dabei erwiesen sich für mich die Kontaktdaten, die mir Markus von ein paar regionalen PV-Errichtern gegeben hat, als wenig hilfreich. Denn ich wollte Angebote erhalten, die ich vergleichen kann (und die bekam ich dort nicht). Auf Basis der Informationen, die ich über den Anlagenstandort zur Verfügung stellen konnte:

    • Zum Dach
      Ausrichtung, Neigung, nutzbare Fläche
    • Zu meinen Anforderungen
      So viele Solarmodule wie möglich, maximaler Eigenstromanteil

    Da wurden Unterschiede bei den Anbietern schnell sichtbar. Die einen wollten, dass ich erst mal eine 80 km entfernte Ausstellung besuche, um mir unterschiedliche (Solar- und Speicher-) Modelle anzusehen. (Die sehe ich doch auf den Dächern um mich herum und auf den Internetseiten der Anbieter.) Andere lieferten ein Angebot, das aus wenigen Worten, einer Zahl und vielen Ausschlüssen (was alles nicht berücksichtigt wurde) bestand.

    Als hilfreich für mich haben sich die Angebotsportale erwiesen, die es im Internet auch für Photovoltaik-Anlagen gibt, z. B.:

    Dort trägst du Daten zu Stromverbrauch, Dach, Standort, Stromspeicher und deine Kontaktdaten ein. Das Portal leitet die Informationen dann an mögliche Errichter von PV-Anlagen weiter. So kommt ihr in Kontakt.

    Bei all den Recherchen hab’ ich viel dazugelernt. Über Speichertechnologien, Preisentwicklung und Förderbedingungen. So konnte ich das Bild auf meine PV-Anlage weiter schärfen.

    Meine PV-Anlage

    Letztlich hab’ ich mit Zolar, einem Berliner Greentech, den passenden Lieferanten für meine PV-Anlage gefunden. Die Konfiguration der PV-Komponenten erfolgte dort vollständig online. Durch mich und durch einen Berater, mit dem ich mehrmals telefonisch und per E-Mail Kontakt hatte.

    Was mich an Zolar überzeugt hat:

    • Ein flexibler und ansprechend gemachter Internet-Konfigurator. Mehrere Konfigurationen werden nebeneinander abgebildet und damit gut vergleichbar.
    • Bei den angebotenen Komponenten handelte es sich um Top-Produkte – wie meine Recherchen im Internet ergeben haben.
    • Unabhängig und mit Werten. Den Jungs (ich hatte nur mit solchen zu tun) nehme ich ab, dass sie es ernst meinen, mit der Energie-/Solar-Wende. Zum Beispiel engagiert sich Zolar im Rahmen von Entrepreneurs For Future – eine Intitiative unter dem Motto “Wirtschaft will mehr Klimaschutz”.
    • Der Service – den ich bei der Umsetzung erlebt hab’. (Gut, das wusste ich bei Beauftragung noch nicht.)

    Und das ist die Anlage, für die ich den Vertrag unterschrieben habe:

    • 31 Solarmodule von Solar Fabrik M-Serie 320 Wp, Gesamtleistung 9,92 kWp
    • Hauskraftwerk von E3/DC S10 E “All-In-One” mit 13 kW Batteriespeicher und Notstromfunktion
    • Komplette Installation aus einer Hand zum Festpreis
    Das E3/DC-Hauskraftwerk

    Das Hauskraftwerk E3/DC S10 E

    Nicht ohne: Die Leitungsführung vom Dach in den Keller

    Der Auftrag war erteilt. Dann hieß es für mich: Erst mal Warten. Sechs bis acht Wochen waren angekündigt. Wegen der Lieferzeit – für das E3/DC-Hauskraftwerk.

    In der Zwischenzeit hatte Zolar ein paar Hausaufgaben zu erledigen. Sie brauchten einen Solarteur, der uns die Anlage installiert. Weil Zolar nicht alles mit eigenen Monteuren stemmt, holen sie sich lokale PV-Errichter unter Vertrag. So wie bei mir.

    Das war der Grund, warum sich Anfang Juni die Firma Georg Schütz GmbH bei uns meldete. Der Chef kam dann auch selbst vorbei, um die Installation mit mir zu besprechen.

    • Wie lässt sich das Gerüst stellen?
      Um die Installationsarbeiten auf dem Dach abzusichern.
    • Welche Ziegel sind auf dem Dach?
      Um die Dachkonstruktion für die Solarpanele zu befestigen.
    • Wo wird das Hauskraftwerk aufgebaut?
      Um den Anschluss an die Hausinstallation zu planen.
    • Wie erfolgt die Leitungsführung?
      Um die Solarmodule mit dem Hauskraftwerk zu verbinden.

    Gesprochen haben wir am längsten über die Leitungsführung. Hatte ich doch im Vorfeld einen Weg durch’s Haus auskundschaftet. Vom Dachboden über Installationsschächte bis in den Keller. (Fast) ohne Stemmarbeiten machbar.

    Doch der Weg durch’s Haus hat einen Haken. Den ich nicht auf dem Schirm hatte. Die Erdung der Anlage. Als Herr Schütz den Punkt ansprach, hatte ich sofort ein Einsehen: Es ist sinnvoll, die Leitungen (mit Erdleitung) möglichst außerhalb des Hauses zu führen. Damit im Überspannungsfall (Blitzschlag) die Energie nicht durch’s Haus fließt. Ich wusste gleich, wovon er da spricht. Hatte ich doch früher selbst viel mit Elektroinstallationen im Wasser- und Abwasserbereich zu tun. Da ist der Umgang mit Blitzen und Überspannung ein großes Thema. Also legten wir den Leitungsweg über das Dach (zwischen Ziegeln und Lattung) fest. Die Erdleitung sollte draußen am Staberder enden. Die Modulkabel sollten auf kurzem Weg (und über einen Überspannungsschutz gesichert) auf die Anlage geführt werden.

    1 – 2 – 3 – fertig

    Mit Zolar koordinierte ich die Anlieferung der Komponenten. Ein erster LKW brachte die 31 Solarmodule. Mit einem anderen Laster kam das Hauskraftwerk von E3/DC. Das klappte. Das musste auch klappen. Schließlich sollte am nächsten Montag (nur das Wochenende lag dazwischen) die Installation der Anlage erfolgen. Und das Gerüst stand auch schon.

    TIPP: Digitalisiere sofort alle Dokumente, die dir im Projekt begegnen. Z. B. die Lieferscheine. Damit nichts verloren geht. Scanner (z. B. im Multifunktionsdrucker) oder Apps auf deinem Smartphone (ich nutze Scanbot) leiten die Dateien direkt an dein Evernote-Archiv weiter.

    Wie du Briefe digitalisierst, das zeig’ ich dir in diesem Beitrag.

    Montag früh ging’s dann los. Drei Monteure der Firma Schütz legten los. Erst auf dem Dach. Mit der Montage der Solarmodule. Dachhaken setzen. Schienen anbringen. Module montieren. Am zweiten Tag war das Dach komplett bestückt. Mit allen 31 Solarmodulen.

    Am dritten Tag ging’s im Keller weiter. Das Hauskraftwerk wurde mit den Modulen auf dem Dach verbunden. Und mit dem Haus(netz).

    Damit waren wir autark. Konnten unseren eingenen Strom erzeugen und speichern. Zumindest technisch.

    Montagearbeiten auf dem Dach

    Montage der Dachkonstruktion und Solarmodule

    Das Beste kommt zum Schluss: Endlich am Netz

    Strom einspeisen durften wir allerdings noch nicht. Weil der Stromzähler des Energieversorgers noch nicht getauscht war.

    Denn PV-Anlagen, die ihren Strom auch ins öffentliche Netz einspeisen,

    • müssen beim Energieversorger angemeldet und genehmigt sein,
    • begründen ein Gewerbe, das beim Finanzamt gemeldet werden muss,
    • brauchen einen Zweirichtungszähler, damit die vom Energieversorger bezogene und die gelieferte Energie gemessen wird.

    Um die Anmeldung der PV-Anlage beim Energieversorger kümmerten sich Zolar und die Firma Schütz (die die Daten von mir aufnahm, ergänzte und an Zolar weiterleitete). Hier hielt sich der Aufwand für mich in Grenzen. Einzig um den Eintrag ins Marktstammdatenregister (MaStR) der BNetzA musste ich mich selbst kümmern.

    Der Eintrag im MaStR ist Pflicht seit diesem Jahr (für Bestandsanlagen gilt eine Übergangsfrist). Denn dort werden alle Anlagen zur Strom- und Gaserzeugung (in Deutschland) registriert. Das bedeutete für mich drei Einträge: Erst musste ich mich registrieren. Dann konnte ich auch die PV-Anlage (Stromerzeugung) und den Stromspeicher dort hinterlegen.

    Drei Wochen nach der technischen Inbetriebnahme kam ein von Bayernwerk Netz (unserem Netzbetreiber) beauftragter Subunternehmer zum Zählerwechsel.  Binnen Minuten war das Thema erledigt: Strom weg. Alten Zähler abschrauben. Neuen Zähler anschließen. Strom an. Zählerwechsel fertig.

    Damit hatten wir auch die letzte (technische) Hürde genommen und der eigene Strom darf seitdem fließen. Juhu.

    Das MaStR der BNetzA

    Der Eintrag (Übersicht) ins Marktstammdatenregister der BNetzA

    Was ich unterschätzt hab: Den Papierkram danach

    Das ist ein gutes Gefühl für mich. Da kommt mehr Energie vom eigenen Hausdach, als du benötigst. Und den Überschuss lieferst du direkt in die Nachbarschaft. Dorthin, wo noch kein eigener Strom erzeugt wird. Richtig cool.

    Aber da ist noch mehr. Was ich mir weniger aufwändig vorgestellt hatte. Die ganze Bürokratie, die so ein Stromerzeuger-Gewerbe mit sich bringt.

    Beim Finanzamt bin ich als Gewerbetreibender gemeldet. Mit allen Auflagen, die sich daraus ergeben: Umsatzsteuervoranmeldung, EÜR, den selbstverbrauchten Strom abrechnen.

    Noch bin ich dabei, hier einen besten Weg zu entwickeln. Einen Weg, der den Aufwand für mich klein hält. Und der den steuerrechtlichen Auflagen, die der Staat an einen Gewerbetreibenden stellt, nebenbei handhabbar macht.

    So mach’ ich das momentan:

    • Die Zählerstände erfasse ich regelmäßig in einer Tabelle. Immer mal wieder (aus Interesse). Mindestens jedoch zum Monatswechsel (für die Umsatzsteuer).
    • Für die Buchhaltung hab’ ich mir LexOffice zugelegt (nachdem ich vorher Debitoor probiert habe und damit nicht so recht glücklich war). Dort erfasse ich alle kaufmännischen Unterlagen.
      Die Umsatzsteuervoranmeldung lässt sich daraus direkt an das Finanzamt übertragen.
    • Alle Dokumente und Informationen zum Projekt PV-Anlage leg’ ich in meinem digitalen Evernote-Archiv ab. So weiß ich immer, wo ich hingreifen muss, wenn ich danach suche.

    TIPP: Die Zählerstände (Bezug, Abgabe) und den Eigenstrom(anteil) erfasse ich in einer Tabelle (hier die Vorlage). Die Daten sind Basis für meine Abrechnung gegenüber dem Finanzamt.

    97 % autark

    Wir konnten unseren Energiebedarf im August 2019 fast vollständig selbst decken

    Ein paar Baustellen sind noch da

    Der eigene Strom fließt. Wir erzeugen gerade viel mehr als wir verbrauchen. Nach den ersten Wochen lag unsere Autarkie im August 2019 bei 97 %. Doch so wird es nicht weitergehen. Wenn die Tage kürzer und das Wetter schlecher wird.

    Und es gibt noch ein paar andere Themen. Baustelle, die noch nicht ganz abgeschlossen sind.

    • Die Autarkie im Jahresblick.
      Ist die Anlage so dimensioniert, dass auch in den Wintermonaten genug eigene Energie zur Verfügung steht. Eine erste Antwort darauf werd’ ich erst in einem knappen Jahr geben können.
    • Der wirtschaftliche Nutzen.
      Viele tausend Euro wurden auf dem Dach und im Keller installiert. Die Investition ist wirtschaftlich eine Wette in die Zukunft. Scheint genug Sonne, dass sich die Anlage rechnet? Arbeitet die Anlage so zuverlässig wie prognostiziert? Was kostet der Unterhalt? Seriöse Antworten darauf werden einige Jahre auf sich warten lassen.
    • Der bürokratische Aufwand.
      Das ist schon angeklungen. Da fließt nicht nur Strom von Dach. Sondern auch einiges an Arbeit in die Abrechnung. Bleibt der Aufwand tragbar? Ich werde sehen.
    • Der Notstrombetrieb.
      Nach den ersten Wochen noch mein Sorgenkind. Mussten wir Anfangs die Inbetriebnahme der Anlage (in diesem Punkt) abbrechen, gibt es mittlerweile Hoffnung. E3/DC hat ein Softwareupdate installiert, das den Notstrombetrieb bei uns erst möglich gemacht hat. Ein erster Test lässt hoffen. Doch noch sind einige Fragen unbeantwortet.
    • SmartHome.
      Da steh’ ich noch (fast) am Anfang. Sind die Voraussetzungen doch eigentlich vorhanden. Mit einer intelligenten Steuerung im Hauskraftwerk (das z. B. die Wetterprognose bei der Ladesteuerung berücksichtigt). Und mit einigen Aktoren im Haus (intelligente Steckdosen, Schalter und Lampen). Einzig die Verbindung und die gemeinsame Steuerung aller Komponenten fehlt. Es gibt zwar schon einige proprietäre (Bastel-) Lösungen. Doch einen gemeinsamen Weg (der Hersteller/Anbieter) kann ich noch nicht erkennen. Da bleib’ ich dran.

    TIPP: Das Bayerische Landesamt für Steuern gibt privaten Errichtern von PV-Anlagen auf einer Internetseite einige Hinweise zu den steuerlichen Aspekten.

    Mein erstes Fazit

    Im Sommer dusche ich lieber als im Winter. Weil das Duschwasser im Sommer (meist) von der Sonne erwärmt wird. So ist es jetzt auch mit dem Strom. Wenn die Sonne scheint, macht Wäsche waschen mehr “Spaß” und auch der Geschirrspüler dreht (gefühlt) geschmeidiger seinen Spülarm.

    Dieses gute Gefühl hat sich mit der eigenen PV-Anlage in jedem Fall bei mir breit gemacht. Ob Schatten bleibt, werde ich sehen.

     

    Übrigens: Noch mehr Tipps zum Thema digitale Organisation gibt’s in meinem Buch “Methoden und Werkzeuge zur Selbstorganisation”. Das Buch bekommst du von mir als PDF geschenkt, wenn du dich hier einträgst.

    Zum Autor:

    Peter Janetschke

    Peter Janetschke

    DigitalCoach | Projektbegleiter | Mediator (univ.)

    Aus seiner Praxis als Projektleiter, Führungskraft und Konfliktcoach weiß Peter Janetschke genau, wie Projekte erfolgreich werden. Deshalb unterstützt er beim Projektsetup und in Projektkrisen. In Konflikten hilft er, Lösungen zu finden, die Projekterfolg und Zusammenarbeit sichern.
    Peter lebt und organisiert sich und seine Projekte digital. Er kennt die angesagten Trends und Tools.

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    Darin stelle ich 11 Methoden und 11 digitale Werkzeuge vor, die uns bei der Selbstorganisation unterstützen.

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