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ÜBER MICH

An den Tag im Juni 2013 erinnere ich mich noch ganz genau. Es war ein sonniger Mittwoch, ein ganz normaler Arbeitstag. Die Sonne schien durch’s Fenster in mein Büro und ich bereitete mich gerade auf die letzte Besprechung an diesem Tag vor. Teilgenommen hab’ ich daran nicht mehr.

Heute, etliche Jahre später, kann ich darüber sprechen und schreiben. Darüber, was am 12. Juni geschah, was ich gefühlt und schließlich für mich daraus gemacht hab’.

Die Probleme der Kunden nehm’ ich mir zu Herzen. Ich will sie verstehen und Lösungen finden. Das kommt bei Kunden und Management gut an. Und das war auch ein Grund, warum ich 2010 mit dem Aufbau einer Abteilung für Beschwerdemanagement beauftragt wurde. Über die Unternehmensstandorte hinweg waren wir verantwortlich dafür, die kleinen und großen Problem unserer Kunden zu lösen. Damit entlasteten wir die übrige Organisation. Und vor allem: Wir waren an der Quelle für Ideen, um unsere Produkte und Prozesse weiter zu verbessern. 

Burnout – wenn der Stecker gezogen wird

Im Beschwerdeteam hatten wir uns zum Ziel gesetzt: “Wir hinterlassen ein gutes Gefühl.” Denn wir wussten, dass wir nicht jeden Kunden glücklich machen konnten. Doch ein Gefühl der Wertschätzung konnten und wollten wir jedem unserer Kunden geben.

Rückblickend will ich sagen, dass es nicht die Beschwerden waren, die im Juni 2013 den Stecker bei mir gezogen haben. Wahrscheinlich gab es auch nicht das eine Ereignis, das dazu geführt hat: Von einer Minute auf die andere war alles anders. Nichts ging mehr. Tränen liefen mir über die Wangen und es kostete mich meine letzte Kraft, den Arbeitstag zu beenden (ich sagte das letzte Meeting ab und setzte mich in den Zug nach Hause).

Dann war ich mehrere Monate verschwunden.

Lebe ich meine Werte?

In den ersten Tagen glaubte ich, dass sich das schnell wieder geben wird. Ein paar Tage Ruhe und dann zurück an die Arbeit. Nach zwei Wochen startete ich diesen Versuch – und musste feststellen, dass es so einfach nicht ist.

Ich hatte das Glück einer tollen Begleitung in dieser Zeit. Es waren die Gespräche mit meiner Frau, einigen Freunden und einem Therapeuten, die mir Halt gaben. Die mir halfen, mit meiner Unsicherheit umzugehen. Denn das Schlimmste für mich war, dass ich keinen Plan hatte. Ich wusste nicht, was mich in die Situation gebraucht hat und schon gar nicht, was ich jetzt tun sollte.

Viel Zeit verwendete ich darauf, mich mit mir und meinen persönlichen Werten zu beschäftigen. Was ist mir wichtig? Was tut mir gut? Was treibt mich an? Große Fragen, auf die ich in den ersten Wochen keine Antworten fand.

Heute habe ich meine Werte klar vor Augen. Ich weiß, was ich will (und was nicht). Ich kann sagen, was mir gut tut (und was nicht).

Mein neuer Weg

Wenn du auf meine beruflichen Stationen (weiter unten) schaust, erkennst du, dass ich Schwerpunkte verschoben habe. Vor 2013 waren fachlicher und hierarchischer Aufstieg für mich wichtig.

Mittlerweile habe ich andere Prioritäten:

  • Meine persönliche Entwicklung
    Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Lebenswirklichkeit. Was ich sehe, höre und empfinde ist meist etwas anderes als das, was meine Mitmenschen sehen, hören und empfinden. Beides hat seinen Platz und darf nebeneinander stehen (solange es nicht zum Nachteil von anderen ist).
    Mein Menschenbild hat sich in den letzten Jahren verändert: Im beruflichen Kontext hatte es vor einigen Jahren durchaus noch Tayloristische Züge (darüber hab’ ich einen Beitrag geschrieben). Mittlerweile bin ich überzeugt, dass wir Menschen ein anderes Bild voneinnander brauchen, wollen wir die Herausforderungen unserer Zeit bestehen. Und das führt mich zum zweiten Punkt:
  • Die Digitalisierung
    Technik begeistert mich. Alexa, Smart Home und digitales Arbeiten gehören für mich zum Alltag. Die neuen Möglichkeiten nutze ich gern. Weil sie mir helfen, mein Leben angenehmer zu machen. Gleichzeitig bin ich mir der Gefahren und Vorbehalte bewusst. Doch soll diese Skepsis nicht dazu führen, dass wir uns dem digitalen Fortschritt verweigern. Meine “digitale” Erfahrung will ich an andere Menschen weitergeben. Um Ängste abzubauen. Und um Chancen zu unserem Vorteil zu nutzen.

Mein “neuer” Weg hat diese Website entstehen lassen. Ich freu’ mich, wenn du mich begleitest. Danke 🙂

Berufliche Stationen

  • Mediator (univ.)
    Europäischer Hochschulverband (EHV)
    Institut für mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz (IMK) an der Internationalen Akademie Berlin (INA)
    2017 – 2018
  • Mediation und Recht
    Europäischer Hochschulverbund (EHV)
    Institut für mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz (IMK) an der Internationalen Akademie Berlin (INA)
    2018
  • BarCamp 2018 Mediation 4.0 – Mut zur Veränderung
    Bundesverband Mediation e. V. (BMEV)
    Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitsrecht e. V. (BMWA)
    2018
  • INtem Führungskräfteentwicklungsprogramm
    INtem Trainergruppe Seßler & Partner GmbH
    2010 – 2011
  • Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung
    Dr. Judith Brenneis
    2010
  • Souveräner Auftritt
    TÜVRheinland – LGA
    2008
  • Lean Six Sigma Yellow Belt
    activePartner
    2017
  • Information Security Foundation according to ISO/IEC 27001
    TÜV SÜD Akademie GmbH
    2017
  • Energiemanagement-Fachkraft (EnMF-TÜV)
    TÜV SÜD Akademie GmbH
    2016
  • Business Process Framework (eTOM)
    tmforum
    2015
  • ITIL Foundation Certificate in IT Service Management
    AXELOS
    2014
  • DGQ-Qualitätsmanager / EOQ Quality Systems Manager
    Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. 
    2004 – 2005
  • Social Media im Beschwerdemanagement
    ManagementCircle AG
    2011
  • Professionelles Beschwerdemanagement
    Grabmeir+Partner
    2008 – 2009
  • Grundseminar für Sicherheitsbeauftragte
    Berufsgenossenschaft der Gas-, Fernwärme- und Wasserwirtschaft
    2005

Persönliches Engagement

Interessengemeinschaft KonfliktLösungsWerkstatt

Gründungsmitglied
Förderer

Deutsche
Stiftung Mediation

Ehrenamtliche Mitarbeit
Fördermitglied

Kolpingsfamilie
Höchstadt

Mitglied im Vorstand
Schriftführer

Weitere Infos

Mehr über mich findest du hier:

Wie wäre es, jeden Abend auf einen erfüllten Arbeitstag zurückzublicken?
Ja, das will ich
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